Making Of

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360° Grad Dreh im Mehrspur Club

Filmmaking in 360° space is completely different than shooting a “conventional” film. Ever since youtube and facebook allow playing 360° clips, it became possible to make them available to a bigger audience without any special gear such as VR glasses. We – students at the Zurich University of the Arts studying Cast / Audiovisual Media – really got our teeth into producing our own 360° film. On this page, we want to give you an insight into our experiences.

 

Drehbuch

Coming soon

 

Kamera und Zubehör

Picking the right cameraGoPro Rig

Just for the record: Picking a camera wasn’t that easy. Finally, we settled for a rig with 6 GoPro Hero 4.

A few consumer cameras which offer 360° recording are already available on the market – for example the Ricoh Theta S or Kodak SP360. But when it comes to cameras, we quickly realized that either the quality was too bad or the camera wasn’t on the market yet. Or the price of the camera was outrageously high. And most of the time, those cameras weren’t even shippable! The Ricoh Theta S provided provided pretty decent results, but only at Full HD resolution over the entire sphere. Meaning that the area which a viewer looks at, obviously has a much worse resolution. Up until now, youtube “only” supports a 4K all-around resolution for the entire 360° picture. We want to at least reach that a 4K resolution with our camera, to ensure our viewers have an enjoyable experience.

If you are interested in our list of camera solutions, you can read through our PDF about camera research (mostly German).  

In the end, our research led us to a GoPro solution which we could kindly rent at 3d360.ch in Winterthur (thank you, Christian Schläpfer and Lars Epting).

Camera positions

While writing on our script, we came up with a lot of different ideas, which we tried out with simple camera tests. That’s when we realized, producing a point of view perspective is difficult. Because as an actual human, we naturally can’t turn our head around 360 degrees – but with a 360° camera you can. So in POV perspective it basically would be possible to look down at your own shoulders. But we quickly ruled out filming with a helmet rig. The disadvantages far outweighed the advantages: People constantly move their heads a little, which is why later, watching the clip will make you all dizzy.

We kept on testing and came to the conclusion that placing the camera at eye level makes more sense in many situations to show a comprehensible scene.

 

Zubehör und Tipps für den Dreh am Set

Damit der Dreh des 360°-Filmes klappt, braucht es einiges an Zubehör. Hier einige Dinge, die für den Dreh wichtig sind.

6 weitere GoPro-Akkus sorgten für Backup-Strom, falls alles leer ist. 3 Zusatzakkus mit Ladekabeln wurden während allen Drehs immer fix am Manfrotto Dreibeinstativ befestigt. So wurden die Akkus geladen. Diese Zusatzakkus mit ca. 12’000MAh und 2 USB-Outputs reichten knapp für einen Drehtag. Wer sicher gehen möchte und einen langen Drehtag vor sich hat, sorgt für sechs vollgeladene Zusatzakkus mit ca. 12’000-13’000MAh vor Drehbeginn. Zum Laden all dieser Geräte empfiehlt es sich ein USB-Hub mit vielen Anschlüssen bereit zu haben.

Mit einer GoPro Remote Control steuerten wir alle sechs GoPros. Wir schalteten sie damit ein oder starteten die Aufnahme damit. Damit die Synchronisation beim Stitching funktioniert, haben wir auf jedem Take jeweils zu Beginn und am Ende eine Klappe geschlagen, damit auf allen GoPros ein akustisches Signal zur Synchronisierung der Bilder vorhanden ist.

Mit 6 Tablets haben wir uns mit jeder Kamera über WLAN verbunden, um jederzeit einen Blick auf die gerade zu drehenden Bilder werfen zu können. Wichtig dabei ist, dass man immer nur ein Gerät mit einer GoPro verbindet, da es sonst sein kann, dass sich die Tablets automatisch mit anderen Netzen verbinden und so einander stören.

Beim GoPro-Rig mit sechs GoPros entwickelt sich viel Wärme. Aus diesem Grund ist es wichtig, Pausen einzuberechnen. Nach einer Aufnahme von mehreren Takes (ca. nach 20 Minuten Aufnahmezeit) lohnt es sich, die Kameras ganz auszuschalten (auch das WLAN) und sie einige Minuten abkühlen zu lassen und so eine Überhitzung während des Drehs zu verhindern.

Abgesehen von der Autoszene verwendeten wir immer ein einfaches Manfrotto Dreibeinstativ. Es eignete sich gut, da es einen stabilen Halt am exakt gleichen Ort für mehrere Takes bieten konnte und da man weiteres Equipment an ihm befestigen kann. Für die Autoszene mussten wir auf eine andere Möglichkeit zurückgreifen. Wir bauten ein extra fürs Auto angefertigtes Stück, das an die Stelle unter das Autoradio passte, um durch dieses Teil ein Einbeinstativ zu befestigen. Ein Saugnapf eignete sich für diese Szene nicht, da man damit zu viel Bildinformationen verlieren würde, wenn man es direkt an der Frontscheibe befestigt. Zudem wäre es rechtlich gesehen nicht erlaubt, etwas an der Scheibe zu befestigen. Mit viel Gaffer-Tape und Stopfmaterial konnten wir die Kamera einigermassen Stabil befestigen und circa auf Augenhöhe positionieren.

 

At a 360° film set

At least one aspect of a 360° shoot is significantly different than shooting a “regular” film: Everything is visible. Which means that no equipment for light or sound can be hidden behind a camera, as the entire space is being recorded. Both the light and audio crew have to deal with this challenge. Which is not that easy.

 

SoundHinter den Kulissen am Dreh

We used different microphones during the shoot. For recording the actor’s dialogues we used Sennheiser radio microphones / wireless microphones, which we tried to hidden so they wouldn’t be visible during the shoot. Depending on each scene we added more microphones for ambient sound. In the scene shot in the apartment, we positioned 5 different microphones. The audio tracks were mixed on a digital sound mixer and recorded with a MacBook Pro. Similarly with the bar and bathroom scenes.
The car scenes were a real challenge. The entire technology had to be placec on the backseat so they weren’t visible in the picture. Furthermore, they had to be fixed and secured as noone from the audio crew could be in the car. The scenes were recorded with several Zoom H4N and Zoom H5.

 

Light

Dasselbe, was beim Ton schwierig war, galt auch für das Licht. Um eine Szene auszuleuchten mussten bestehnde Lichtquellen verwendet werden. Teilweise ersetzten wir aus diesem Grund bestehende Glühbirnen durch hellere oder Platzierten weitere Stehlampen im Bild. Indirektes Licht konnte in den Wohnugsszenen auch verwendet werden. Wir platzierten zusätzlich (teils akkubetriebene) LED-Pannels im Raum, um beispielsweise die Gesichter der Schauspieler besser zu beleuchten. In der Bar platzierten wir LED-Pannels am Kamerstativselber, wo diese nicht sichtbar sind.

 

Costumes and production design

Because in a 360° film basically everything is visible, one has to be really detailed when building the set. That way, viewers can discover interesting details while watching.

 

Stitching

Die grösste Herausforderung bei einer 360° Videoproduktion ist sehr wahrscheinlich das Stitching – das Zusammenfügen aller sechs einzelnen GoPro-Aufnahmen zu einem 360°-Panorama. Wir verwendeten dazu von Kolor zwei Programme, das Autopano Video Pro und das Autopano Giga. Beide Programme sind eng miteinander verknüpft und werden im ständigen Austausch zueinander benutzt. Nach dem eigentlichen Stitchen wurden mittels Masken weitere Korrekturen im Programm After Effects gemacht. Eine weitere wichtige Bildkorrektur waren die Wegretuschierungen des Dreibeinstativs. Dies konnte bei Aufnahmen mit gleichmässigen Bodenflächen direkt im Autopano Giga, oder bei komplizierteren Retouchen in After Effects mit Hilfe des Plugins “Sky Box Studio” bewältigt werden. Gerendert wurde schliesslich in 4K Auflösung.

 

Difficulties

Obwohl Kolor professionelle Software zum Stitching anbietet, kann das Zusammenführen von einzelnen Bildern im Falle der falschen Kamera-, bzw. Rigwahl zu einem grossen Problem werden. Da die Linsen der Kameras bei der Aufnahme nicht exakt dieselbe Postion besitzen, können die einzelnen Aufnahmen nicht sauber aneinander gefügt werden.

So ruft beispielsweise eine Installation mit mehreren Kameras das sogenannte «Parallax-Problem» hervor. Es beschreibt verschiedenartige Bildfehler, die durch eine perspektivische Verschiebung der einzelnen Objekten im Bild hervorgerufen werden. Durchläuft beispielsweise der Schauspieler zwei oder mehrere Kameraeinstellungen, kommt es zu unerwünschten Verzerrungen und Verschiebungen der Gliedmassen. Da der Parallax Fehler je nach Distanz von der Kamera zu den Objekten unterschiedlich stark ist, wird das fehlerfreie Stitching zu einer äußerst schwierigen Aufgabe. Konzentriert man sich nämlich beim Stitchen auf den Vordergrund, passiert es schnell, dass der Hintergrund auf Grund des Prallax-Fehler nicht behebbare Verzerrungen aufweist.

 

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